Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    abuh
   
    pascale1974

    - mehr Freunde


Letztes Feedback
   2.09.16 12:20
    Blink182 als Musiksünde




http://myblog.de/sadpsychopharmaka

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Nimmersatt

Täglich beißen wir uns am Leben fest.

Und das Leben beißt zurück. Denn ihr müsst wissen das Leben ist ein ziemlicher Hundesohn. Und du hast nur Katzenfutter. Beim Biss ins Ungewisse hast du dir den Magen verdorben und dein Bauchgefühl ist dir zu Kopf gestiegen. Deine Gedanken sind verloren in einer Spirale aus Erfolgsrezepten. Dein Selbstbild ein riesiges Mosaik aus Fehlern und Restbeständen.

Die Mosaikstückchen sind ständig in Bewegung. Du bist ein Zustand und das Verfallsdatum rückt immer näher. Du nimmst fettige Drogen und hast kalorienarme Träumen. Du schluckst Parolen und kotzt Ambitionen. Es packt dich der Rausch der Abstinenz. Du hast das mit dem Fasten fast geschafft und endest doch wieder beim Fast Food. Dein ewig ratloser Konsum von Rastlosigkeit. Dir ist schwindlig und die Zeit schwindet. Du musst aufbrechen!

Vielleicht verlierst du dich heute  und verliebst dich morgen.

Oder du schlägst dir die Knie auf dem Asphalt auf und die Wunden scheitern.

Man sollte zwielichtige Straßen nie mit Facettenreichtum verwechseln.

Freiheit findet man allerdings auch in keiner Sackgasse. Aber irgendwo muss dieses Nirgendwo doch sein.
Nimmersatt auf dem Schlachtfeld der Ahnungslosigkeit.

Auf dem Weg zum Rave der Traurigkeit, wo die Zuckerpuppen tanzen.

Bipolarität wird dich nicht zum Ruhepol führen - aber Brotkrumen vielleicht.

 

3.10.15 03:30


Werbung


Phlegmatiker Ihres Vertrauens

Immer muss man sich rar machen.

Niemanden zu nahe treten. Spielen. Maske auf.

An der Oberfläche entlang streifen und keinen Millimeter tiefer.

Irgendwie kess wirken. Irgendwie anders und am besten total schlagfertig.

Jeden Tag ein bisschen schöner, intelligenter und unerreichbarer.

Jeden Tag ein wenig davon verdrängen, wer man ist und gegen eine wohlgeformte Idealvorstellung eintauschen.

Denn man selbst hat sich nie viel genützt.

Die ewige zweite Geige.

Die Beta-Wahl.

Das unnachgiebige Gefühl niemanden wichtig zu sein.

Immer allein. Aber nie richtig.

Immer den Anzug des gesellschaftlich Anerkannten in der Rückhand, falls jemand guckt.

Und wir trainieren und lernen und lachen uns Essstörungen an.

Der Kopf voll mit Regeln und Verhaltensmustern.

Viele bewundern die Maske, die Hülle.

Einige formen noch etwas daran rum. Hier noch etwas. Da noch ein bisschen.

Dann bist du vielleicht gut.

Und alle werfen mit Messern. Keiner sich der tatsächlichen Schärfe bewusst.

Du ziehst dich verwundet zurück. In höchster Verachtung.

Du bist schwach. Das tut gar nicht weh. Das darf gar nicht weh tun.

Und wieder überdeckst du die Wunden mit ein bisschen phlegmatischer Attitüde ,noch ein wenig"das wird schon" und lässt sie sonst unbehandelt.

Sobald den Verband jemand antippt, kommt der Schmerz wieder.

Also besser schweben.

Aber schweben ist so schwer mit einem Klotz am Bein.

 

 

 

4.8.15 20:41


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung